ÜBER 100 JAHRE ERLÖSERKIRCHE - AUF DEM WEG ZU "ERLÖSER 4.0"

Mehr als 100 Jahre steht die Erlöserkirche. Hinter sich hat sie eine wechselvolle Geschichte. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde Essen zur Großstadt mit seinerzeit 100.000 Einwohnern. Viele Menschen siedelten sich im Bereich der damaligen Altstadtgemeinde an und in der Umgebung der Erlöserkirche wurden Häuser für die Direktoren der Firma Krupp errichtet. Eine Kirche in diesem Bereich wurde notwendig und der Wunsch, an einem hervorragenden Standort eine repräsentative Kirche zu errichten entstand. Sie sollte der Bedeutung Krupps und der aufstrebenden Stadt entsprechen.

Mit dem Entwurf für den Bau der Erlöserkirche wurde der Architekt und königliche Baurat Franz Heinrich Schwechten beauftragt. Er entwarf die Erlöserkirche als neoromanische Hallenkirche aus rotem Weser-Sandstein. Bekannt ist Schwechten vor allem durch die Kölner Hohenzollernbrücke und die Kaiser Wilhelm Gedächtniskirche. Am Reformationstag 1906 wurde der Grundstein gelegt und die Erlöserkirche am 1. Advent 1909 feierlich eingeweiht.

Finanziert werden konnte der Bau durch großzügige Spenden der Familie Krupp und anderer Essener Bürger. Das Geläut wurde beispielsweise von Carl Funke, die damalige Orgel von Margarethe Krupp finanziert.

Heute noch zeugen Einschusslöcher aus den Bombennächten 1943 und 1945 von den erheblichen Zerstörungen der Kirche. Das Dach war eingestürzt und die Gewölbe drohten zusammenzufallen.
Insbesondere der Altarbereich war stark beschädigt. Ab dem Jahr 1951 wurde wieder eine provisorische Nutzung der Kirche möglich. In den Jahren 1957/58 gestaltete der 1900 in Essen geborene und künstlerisch vielseitig tätige Architekt und Pädagoge Hugo Kükelhaus den Innenraum mit Türen, Fenstern, Altarraum, Altar, Kanzel und dem schmiedeeisernen Gitter der Orgelempore völlig neu. Gleiches gilt für die Farbgebung. Sein später so genanntes „organologische Bauen“ hat ihn schon bei der Gestaltung der Erlöserkirche geleitet.
In den Jahren 1957/58 wurde von der Firma Schuke aus Berlin auch die heutige Orgel eingebaut; sie feiert daher in diesem Jahr ihren 60sten Geburtstag.

In den Jahren 1975 – 1980 wurde die Außenfassade saniert. Ein weiterer Meilenstein war die komplette Innenraumsanierung in den Jahren 1998 / 99.
Sie erfolgte mit großzügiger Unterstützung der STEAG AG. Das Kircheninnere konnte vollständig saniert und die Beleuchtung komplett neu konzipiert werden.

Die Erlöserkirche gehört zu den schönsten großen Evangelischen Kirchen des Rheinlandes. Die Gemeinde ist großzügigen Spenderinnen und Spendern sowie Sponsoren dankbar, die in der Vergangenheit zur Entwicklung der Erlöserkirche beigetragen haben: gewissermaßen zu den Versionen „Erlöser 1.0 bis 3.0“. Mit der Renovierung und Erweiterung der Orgel, die voraus- sichtlich etwa 675.000 Euro kosten wird, streben wir die Version | Erloeser 4.0 |an. Durch die Erweiterung wird es möglich sein, andere und neuere Formen weltlicher und geistlicher Musik erklingen zu lassen.

Um das erreichen zu können, benötigen wir wiederum die kräftige Unterstützung von Sponsoren und Spendern, die sich der Erlöserkirche und ihrer kirchenmusikalischen Arbeit verbunden wissen. Wir werben um Ihre Unterstützung, weil wir wissen: „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein.“

Ihr Joachim Greifenberg, Pfarrer und Vorsitzender des Presbyteriums.

"Wir freuen uns auf
die Version
"Erlöser 4.0"
unserer Kirche, mit
der wesentlich
andere und
neuere Dimensionen
der Kirchenmusik
erreicht werden
können.
JOACHIM GREIFENBERG
VORSITZENDER DES PRESBYTERIUMS