Projekt und Projektstand März 2021

Es ist geschafft!

Liebe Gemeinde,

heute freuen wir uns ganz besonders, Sie über den Stand unseres Orgelprojektes informieren zu dürfen. Warum? Wir haben es dank Ihrer aller finanziellen Hilfe geschafft:

Die Sanierung der Schuke-Orgel ist beauftragt!

Jetzt aber der Reihe nach: Nachdem die Projektgruppe bis zum 16. Oktober 2020 die Angebote aller vier Orgelbauer erhalten hatte, wurden bis Anfang November die Angebote von der Projektgruppe systematisch verglichen und entsprechende Kostenübersichten erstellt. Die Ergebnisse wurden dann - mit Unterstützung des Orgelsachverständigen der Landeskirche - in einem Bewertungsgespräch“ am 6. November 2020 - ausführlich diskutiert und die Angebote zusammenfassend bewertet.

Das Ergebnis: Zwei Angebote lagen preislich weit über den Preisen der übrigen Anbieter und konnten allein deshalb nicht berücksichtigt werden. Aufgrund besserer Leistungen in den beiden wesentlichen Bereichen „Windversorgung“ und "Intonation“ fiel die Entscheidung zwischen den beiden verbleibenden Angeboten zugunsten des Angebotes der „Freiburger Orgelbau Hartwig und Tilmann Späth OHG“ (www.freiburgerorgelbau.de); aus ; trotz eines leicht höheren Preises. Der Auftragswert beträgt - einschließlich „Sonstiges/Unvorhergesehenes“ - gerundet 245.000 Euro.

Aufgrund der Bewertung der Projektgruppe beschloss das Presbyterium in seiner Sitzung am 14. Dezember 2020, den Freiburger Orgelbau mit der Sanierung der Schuke-Orgel in unserer Erlöserkirche zu beauftragen. Dafür sagt die Projektgruppe dem Presbyterium vielen Dank! Die Sanierung wird aus dem Erlös des früheren Verkaufs der Lukaskirchen-Orgel, aus den Spenden, Spendenzusagen und Kollekten sowie aus der Instandhaltungsrücklage der Gemeinde finanziert werden.

Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit dem renommierten Freiburger Orgelbau; ein Porträt dieses Unternehmens wird in einem der nächsten Gemeindegrüße folgen.

Über eine eventuelle spätere „kleine Erweiterung“ der Orgel in einer Bauphase II wird das Presbyterium nach Abrechnung der in diesem Jahr bevorstehenden dringenden umfangreichen Reparatur/Erneuerung des Erlöserkirchendachs befinden. Weil auch für diese eventuelle „kleine Erweiterung“ (gegebenenfalls in mehreren Teilschritten) Ihre finanzielle Unterstützung benötigt wird, bitten wir Sie weiterhin um Ihre Unterstützung und Spenden.

Bei aller Freude gibt es jedoch einen kleinen Wermutstropfen: Aufgrund einer sehr guter Auftragslage beim Freiburger Orgelbau werden die Sanierungsarbeiten leider erst im März 2023 beginnen und zum 1. Advent 2023 beendet werden können. Dafür werden wir aber durch Zweierlei entschädigt werden: Erstens wird der beim Freiburger Orgelbau als künstlerischer Leiter tätige deutsche "Papst der Intonateure" unserer Schuke-Orgel einen deutlich verbesserten Klang einhauchen. Zweitens wird uns unser Kantor, Stephan Peller, helfen, die Wartezeit durch regelmäßige kleinere schöne Orgelkonzerte zu verkürzen; ergänzend zu den Veranstaltungen „KLANGRAUM Erlöserkirche“. Dafür danken wir ihm schon jetzt ganz herzlich.

Abschließend gebührt ein besondere Dank den Mitgliedern des Projektteams, Pfarrer Greifenberg und den Herren Eckertz, Hohendahl, Peller und Rudolph (Kreiskantor), die, seit dem erneuten Projektstart Anfang vergangenen Jahres, zusammen mit mir viel Kraft und Zeit in die Mitarbeit an diesem Projekt investiert haben.
Einzelheiten zur bevorstehenden Sanierung l Erweiterung der Schuke-Orgel durch die Firma Freiburger Orgelbau finden Sie hier.

Uldis Weide, Projektleiter

Wegen der Vergrößerung des Betriebes erfolgte 1967 der Umzug von Freiburg nach Murg-Hugstetten (etwa 12 km nordwestlich Freiburg) in die Gebäude einer ehemaligen Zigarrenfabrik. Diese wurden 1978 und 2001 um einen großen Montagesaal mit 12 m Höhe sowie einen kleineren Montagesaal mit 7 m Höhe und einen Maschinenraum erweitert. In dem schmucken Gebäudeensemble sind auf etwa 950 qm Fläche die verschiedenen Werkstätten sowie Lagerräume untergebracht. Ergänzt wird diese Fläche um ein etwa 200 qm großes Holzlager für etwa 30 Kubikmeter Holz aus massiver Stammware.

Spezialgebiete des Freiburger Orgelbaus

Zu den wesentlichen Aufgaben eines Orgelbauers gehören der Entwurf, die Konstruktion, die Herstellung und die Klanggestaltung von Orgeln sowie während der Nutzungsdauer die Pflege mit Stimmung und Intonation, Reparatur, Renovierung und gegebenenfalls auch die Restaurierung und Rekonstruktion von Orgeln.

Im Rahmen oben genannter Aufgaben haben sich einige Orgelbauer auf bestimmte Arbeitsgebiete besonders spezialisiert; der Freiburger Orgelbau auf die Intonation und die Windversorgung. Was diese Begriffe im Detail umschreiben, wird in einem der nächsten Gemeindegrüße erklärt werden.

Mitarbeiter

Bekanntermaßen ist jedes Unternehmen nur so gut wie seine Mitarbeiter. Das gilt besonders für Orgelbau-Unternehmen, deren Mitarbeiter nicht nur Spezialisten in unterschiedlichen Fachbereichen des Handwerks sein müssen, zum Beispiel in den verschiedenen Arten der Holzbearbeitung, in der Be- und Verarbeitung von Metallen, Leder und Kunststoffen. Dazu sind gute Kenntnisse in Mechanik und Elektronik erforderlich. Unabdingbare Voraussetzung ist darüber hinaus für alle Mitarbeiter ein gutes musikalisches Gehör und Freude an der Musik.

Beim Freiburger Orgelbau arbeiten unter der Leitung von Tilmann Späth in einem Team aus überwiegend sehr erfahrenen und einigen jungen hochmotivierten Mitarbeitern insgesamt 20 Orgelbauer. Einer der prominentesten ist Reiner Janke, der international bekannte Chefintonateur, der vielfach auch als „Deutscher Papst der Intonateure“ bezeichnet wird. Er verleiht den Orgelpfeifen im Rahmen eines ganzheitlichen Klangkonzeptes in vielen Arbeitsstunden mit speziellen Werkzeugen ihren wunderbaren Klang.

Auch wenn wir noch bis Anfang 2023warten müssen, bis die Sanierung unserer Schuke-Orgel beginnen kann; so freuen wir uns schon jetzt sehr auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Freiburger Orgelbau.

Uldis Weide, Projektleiter

Orgelprojekt Erlöserkirche